Schreibaby - Informationen für Eltern
Schreibabys: Informationen für Eltern
Jedes Baby weint – sei es aus Hunger, wegen einer vollen Windel oder weil es Nähe sucht. Bei einigen Babys ist das Schreien jedoch besonders stark und häufig. Solche Babys werden als Schreibabys bezeichnet.
Wann gilt ein Baby als Schreibaby?
In den ersten drei Monaten betrifft übermäßiges Schreien etwa 8–10 % aller Säuglinge. Ein grober Richtwert ist die „Dreierregel“:
Das Baby schreit mindestens 3 Stunden pro Tag,
3 Tage pro Woche,
über 3 Wochen am Stück.
Kennzeichen übermäßigen Schreiens
Schreien ohne erkennbaren Grund
Beginn ab etwa 2 Wochen
Zunehmende Intensität am Nachmittag/Abend
Baby lässt sich nur schwer oder gar nicht beruhigen
Körperliche Zeichen: geballte Hände, angezogene Beine, gerötetes Gesicht, harter Bauch
Mögliche Ursachen
Die genaue Ursache ist bislang nicht bekannt. Häufig handelt es sich um eine Kombination aus:
Reizempfindlichkeit des Babys
Entwicklungsbedingten Regulationsproblemen
Umwelt- und Familiensituation
Hinweis: Tragen, Körperkontakt und responsive Eltern-Kind-Interaktion können helfen, das Schreien zu reduzieren. (dkj.de)
Eltern sind nicht verantwortlich für das Schreien.
Flaschen- und Stillkinder sind gleichermaßen betroffen.
Babys aus Raucherhaushalten schreien häufiger.
Selten sind medizinische Ursachen wie Milchunverträglichkeit oder Reflux beteiligt.
Tipps für den Umgang
Schreien ist die einzige Kommunikationsform von Babys.
Ihr Baby möchte Sie nicht ärgern oder provozieren.
Geduld, Nähe und ruhiges Verhalten helfen.
Nie das Baby schütteln!
Tipp: Es ist völlig normal, in dieser Situation überfordert oder müde zu sein. Hilfe zu suchen ist kein Zeichen von schlechter Elternschaft.