
Wenn Eltern psychisch erkranken: Wie Kinder Stabilität finden können
Psychische Erkrankungen eines Elternteils verändern das Zusammenleben tiefgreifend. Kinder spüren Belastungen und Unsicherheiten, verstehen aber häufig nicht, was dahintersteckt. Viele entwickeln Schuldgefühle oder übernehmen zu viel Verantwortung.
Eine stabile Bindung fällt erkrankten Eltern oft schwer, und auch der andere Elternteil kann dies nicht immer auffangen. Umso wichtiger ist Unterstützung aus dem Umfeld. „Anerkennen Sie die vielen Fähigkeiten des Kindes – nicht nur sein soziales Verhalten“, sagt Elisabeth Frank-Keller von der KJF Erziehungs-, Jugend- und Familienberatung Ostallgäu. Kollegin Martina Kokorsch ergänzt: „Aufklärung über die Erkrankung und die Bereitschaft, Hilfen anzunehmen, sind entscheidend.“
Wie das Umfeld helfen kann
Offen sprechen: Wenn psychische Erkrankungen tabu sind, fühlen sich Kinder isoliert. Gespräche über Sorgen und Fragen schaffen Entlastung.
Kindgerecht erklären: Altersgerechte Informationen – etwa über Kinderbücher – verhindern Schuldgefühle und helfen, Symptome richtig einzuordnen.
Professionelle Hilfe nutzen: Frühe Unterstützung beugt späteren Problemen vor. Die KJF Erziehungsberatung bietet kostenfreie Einzelberatungen, Gruppenangebote sowie Präventionsarbeit in Kitas und Schulen.
Die KJF Erziehungs-, Jugend- und Familienberatungen unterstützen vertraulich und kostenfrei in Kaufbeuren, Buchloe, Marktoberdorf und Füssen.
Pressemitteilung der KJF vom 29.10.2025 Bildquelle: pixabay.com