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Wandern im Ostallgäu

Wanderungen mit Kindern - mehr als nur wandern

Das hügelige Alpenvorland, zahlreiche Seen und gut erreichbare Aussichtsberge - das Ostallgäu bietet viele Möglichkeiten für aktive Familien. Abgerundet wird das Angebot von alten Burgen und Schlössern, spannenden Museen, Natursehenswürdigkeiten und Naturerlebniszentren, wie dem Walderlebniszentrum Ziegelwies. Damit alle Familienmitglieder auf ihre Kosten kommen, ist es wichtig, sich vorab Gedanken über die jeweiligen Bedürfnisse und Erwartungshaltungen zu machen. Während für Erwachsene häufig das Ziel das Ziel ist, ist für Kinder oft schon der Weg das Ziel und das bedeutet, dass dieser dementsprechend mehr Zeit in Anspruch nehmen kann. Kinder möchten unterwegs erkunden, spielen und entdecken. Geduld und Zeit sollten daher immer ausreichend für die geplante Tour eingeplant werden. Dazu zählen auch ausreichend Pausen, damit sich die Kinder zwischendurch erholen können - kleine Spiele oder Beobachtungsaufgaben können hier Abwechslung bieten und Lust auf mehr machen. Es gibt verschiedene Wanderführer, speziell für Familien mit Kindern - diese bieten oft auch eine Orientierung und Touren für verschiedene Altersstufen. Dabei kann es sich natürlich immer nur um Mittelwerte handeln und die Familie weiß am besten, welches Fitness- und Ausdauerlevel die jeweiligen Familienmitglieder besitzen. Kostenlose Tourenvorschläge findet man auch beim Allgäu FamilyGuide. Je nach Alter möchten Kinder an Planung und Durchführung der Wanderung beteiligt werden - das erhöht in der Regel nicht nur die Teilnahmebereitschaft, sondern auch die Vorfreude. Längere Gehzeiten können gut mit Entdeckungs- und Beobachtungsphasen aufgelockert werden: Insekten, Pilze, Blätter, etc. bieten eine willkommene Abwechslung. Kinder sehen oft Dinge, die Erwachsene übersehen, und möchten ihre Erlebnisse mitteilen - eine Wanderung ist die ideale Möglichkeit ihren Entdeckungen eine Aufmerksamkeit zu schenken, die im stressigen Familienalltag sicher oft mal kürzer kommt. Wenn die Möglichkeit besteht, bietet es sich immer an, mehrere Kinder dabei zu haben, sei es ein Geschwisterkind oder ein befreundetes Kind, da Kinder sich wunderbar gegenseitig motivieren und auch mal über kleine Durchhänger hinweghelfen. Eigenständiges Erkunden macht Kindern Spaß und fördert ihre Selbstständigkeit – also altersangemessener Freiraum ja aber mit Beachten wichtiger Sicherheitsregeln. Ausflüge in die Natur vermittelt den Kindern die Achtung vor der Tier- und Pflanzenwelt, wenn man ihnen mit gutem Vorbild vorangeht. Kleine Souvenirs (Steine, Zapfen, Blätter, ein leeres Schneckenhaus, etc.) dürfen mitgenommen werden - vielleicht lässt sich später etwas daraus basteln. Auch Ferngläser, eigene Fotoapparate, Lupen, Entdeckergläser, Suchkarten oder ähnliches können Kindern die Wanderung verkürzen und für mehr Spannung und Erkundungsfreude sorgen.

Was ist außerdem noch wichtig für die Kleinsten?

Je jünger die Kinder sind, desto mehr Raum sollte ihren Bedürfnissen gegeben werden, damit der Ausflug eine schöne Zeit für die ganze Familie wird.

  • eine Anreise mit Bus oder Bahn lässt schon den Start zu einer erlebnisreichen Erfahrung für die Kinder werden und gestaltet sich für Familien oft entspannter als lange Autofahrten.

  • flexible Planung - Erlebnisse und Spielpause sind für Kinder das Wichtigste, je jünger, desto wichtiger und Ziele dürfen sich ändern, wenn der Bedarf da ist.

  • Ein See oder eine Hütte bzw. Alm ist für Kinder oft viel interessanter als ein Gipfel.

  • abwechslungsreiche Wege mit interessanten Etappenzielen, wie Bachläufen, Kletterstellen, Brücken oder Wasserfälle sorgen für Motivation

  • Spezielle Märchen- oder Erlebnisrouten sorgen für Spannung und Abenteuer

  • Bei der Planung die Wünsche der Kinder einbeziehen.

  • Rundwege sind oft interessanter als Auf- und Abstieg auf dem gleichen Weg. Forststraßen und eintönige Bergwege sind meistens eher langweilig - Wege und Steige viel spannender.

  • Hat man sehr kleine Kinder dabei empfiehlt sich eine Kraxe - diese kann man in Sportgeschäften oft auch kostenpflichtig leihen

Was muss mit?

Allgemeine Checkliste

  • Reichlich Getränke: Kinder haben einen hohen Flüssigkeitsbedarf, weshalb sie häufig und viel trinken sollten (mindestens 1–2 Liter pro Tag).

  • Gesundes Essen: Was im Tal gesund ist und schmeckt, ist auch für die Bergtour geeignet. Ideal sind (frisches oder Trocken-)Obst, Müsliriegel, belegte Brote; Süßigkeiten nur als kleines Extra.

  • Eigener Rucksack: Viele Kinder wollen ihre wichtigsten Dinge selbst tragen – Kuscheltier, Trinkflasche, kleine Brotzeit, Fundstücke. Der bepackte Rucksack sollte dabei maximal 10% des Kindergewichts wiegen.

  • Sonnenschutz - Sonnencreme (hoher LSF), Hut, Brille

  • Rucksackapotheke - Erste-Hilfe-Set, ausreichend Pflaster und Blasenpflaster sowie ein Gel oder Wundspray für Hautabschürfungen bzw. Mückenstiche, Zeckenkarte oder Pinzette

  • Ein Insektenspray hilft gegen Mücken und kann Zeckenbissen vorbeugen.

  • Stirnlampe und evtl. Taschenmesser für Obst, Snacks etc.

  • Müllbeutel

  • Taschentücher / Feuchttücher

  • bei Bedarf Wickelutensilien

  • Powerbank & Handy für das Melden von Notfällen (Europaweit: Tel. 112)

  • Papiere und Sonstiges, z.B. Pass & Krankenversicherungskarte, Alpenvereinsausweis, EC-Karte, Bargeld

Checkliste Bekleidung

  • Passende Wanderschuhe

  • Ersatz(-unter-)wäsche

  • Regenjacken und -hosen

  • Warme (Fleece-)Pullis

  • Mütze, Stirnband, Multifunktionstuch

  • Ggf. Handschuhe

Wichtig: Unterwegs rechtzeitig An- und Ausziehpausen einlegen: Kinder erhitzen schneller, sie kühlen aber auch rascher ab als Erwachsene. Es bietet sich daher das bekannte Zwiebel- bzw. Schichtenprinzip an, um schnell auf Temperaturänderungen reagieren zu können.

Nicht nur für das Wandern mit Kindern aber gerade auch mit ihnen ist der Sicherheits-Aspekt. Dazu sollte man sich vorab immer folgende Fragen stellen:

  • Wie ist der aktuelle Wetterbericht, besteht die Gefahr von Gewittern?

  • Gibt es besondere Gefahrenstellen oder Schwierigkeiten auf der Tour?

  • Ist notwendige Sicherheitsausrüstung (Klettergurt, Seil, Helm etc.) vorhanden?

  • Sind wir für Notfälle gerüstet (Erste Hilfe Set, Handy, Biwaksack)?

  • Gebietskarte (möglichst im Maßstab 1:25.000) und Wanderführer nicht vergessen

Quellen:

Home - Allgäu FamilyGuide

Packliste & Checkliste fürs Wandern mit Kindern | Deutscher Alpenverein

Packliste Wandern & Wanderurlaub - mit PDF zum Abhaken | Bergzeit

Checkliste Wandern mit Kindern - KiMaPa

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