Frühkindliche Karies, auch Nuckelkaries genannt, sind Kariesschäden, die in den ersten drei Lebensjahren entstehen. Bereits in den ersten Lebensmonaten können Karieskeime von den Eltern durch engen Kontakt (Küssen, Schnuller ablecken etc.) auf das Kind übertragen werden, es infiziert sich mit Karies („Zahnfäule“).
Deshalb ist es wichtig, dass Eltern ihre eigenen Zähne gut pflegen und gesund erhalten. Sollten Eltern an Karies erkrankt sein, ist eine zahnärztlich Behandlung ratsam. Bekommen Kinder nach einer Infektion mit Karieskeimen häufig zucker- oder säurehaltige Getränke (Säfte, Kindertees, ...) oder auch süße Zwischenmahlzeiten (Kekse, Schokolade, ...), entsteht Karies. Die Gefahr dass sich die Erkrankung entwickelt und im Mund ausbreitet, steigt, je öfter das Kind Süßes oder Saures isst oder trinkt.
Zähneputzen ab dem ersten Milchzahn
Ab dem ersten Milchzahn zur Kontrolluntersuchung zum Zahnarzt gehen
Keine süßen Getränke zum Dauernuckeln überlassen
Wasser als Hauptgetränk geben
Saugerflaschen spätestens nach dem ersten Lebensjahr durch Becher ersetzen
Flaschen nur unterwegs verwenden
Bis ins späte Grundschulalter Kinderzähne 2x täglich nachputzen
Nach dem Zähneputzen nur noch Wasser zu trinken geben
Auf zahngesunde Ernährung achten
Keine klebrigen süßen Kinderprodukte geben
Süßes direkt nach den Hauptmahlzeiten geben, nicht zwischendurch
Fluoridierte Kinderzahnpasta verwenden (auf Altersangabe achten!)
Zahnschmelzhärtung mit Fluorid(lack) oder Fissurenversiegelung beim Zahnarzt
Quelle: Bayerische Landeszahnärztekammer
Bildquelle: pixabay.com
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