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Windpockenfälle im Ostallgäu nehmen deutlich zu

Das Gesundheitsamt des Landkreises Ostallgäu verzeichnet seit vergangener Woche einen deutlichen Anstieg der Windpockenerkrankungen. Die hochansteckenden Viren werden über die Luft sowie durch direkten Kontakt mit der Flüssigkeit aus den Hautbläschen übertragen.

Typische Symptome sind Fieber und ein stark juckender Ausschlag mit flüssigkeitsgefüllten Bläschen. Die juckenden Bläschen sollten möglichst nicht aufgekratzt werden, da dies bakterielle Hautinfektionen und Narben verursachen kann. Besonders gefährdet für schwere Krankheitsverläufe sind Erwachsene, Schwangere, Neugeborene und Menschen mit geschwächtem Immunsystem.

Eine Impfung kann vor einer Erkrankung und möglichen Komplikationen schützen. Die Ständige Impfkommission empfiehlt für Kinder zwei Impfungen gegen Windpocken.

Erkrankte sollten Kontakte zu besonders gefährdeten Personen vermeiden. Bei Verdacht auf Windpocken sollten Eltern die Kinderarztpraxis vor einem Besuch telefonisch informieren.

Nach dem Infektionsschutzgesetz dürfen erkrankte Kinder und Jugendliche sowie Personen mit entsprechendem Verdacht Kitas und Schulen vorübergehend nicht besuchen. Das gilt auch für Menschen ohne ausreichenden Immunschutz, die mit Erkrankten in einem Haushalt leben. Die Einrichtungen müssen informiert werden. Eine Rückkehr ist erst möglich, wenn keine Ansteckungsgefahr mehr besteht.

Weitere Informationen über Windpocken sind zu finden unter:
https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_Varizellen.html 
https://www.infektionsschutz.de/erregersteckbriefe/windpocken-guertelrose/ 

Quelle: Landratsamt Ostallgäu, Mitteilung vom 19.10.26

Bildquelle: pixabay.com